Applikation

Klangliche Verortung als Grenzgang zwischen öffentlichem, privatem und virtuellem Raum

Ein mobiler Träger (IOS oder Android) wird durch die Applikation art·sounds zum Instrument der Kunst. Über GPS führt er den Hörer zu einem virtuellen Soundspot der mit einem realen Ort interagiert. Die Komposition ist in situ enstanden und nur an diesem Ort hörbar. Ort, Sound und Hörer agieren miteinander ohne logistische oder technische Eingriffe in den Ort. Zeitpunkt und Dauer der Installation ist vom Hörer gesteuert, der Ort von der Künstlerin bestimmt. Mit art·sounds kreiert Tanja Hemm mobile ortsbezogene Klanginstallationen. Sie stellt die Frage nach der Definition und dem Grenzgang zwischen öffentlichem und privatem Raum. Sind äußere Parameter oder innere ortsbezogene Wahrnehmungsprozesse entscheidend? Wie läßt sich ein Raum definieren, der durch einen virtuellen Soundspot im Wechselspiel mit einem realen Ort entsteht? Das Projekt art·sounds thematisiert den Begriff 'öffentlicher Raum' im Kontext zunehmender virtueller Verschränkungen und einer Verschiebung zwischen privatem und öffentlichem Raum.

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